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Sie sind umstritten und meist gar nicht beliebt, gemeint sind die Outbound Callcenter.
Bei Callcentern werden zwei Arten unterschieden, nämlich die Inbound Callcenter und die Outbound Callcenter. Callcenter sind in den letzten Jahren wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die Arbeitsweise kann ganz unterschiedlich sein. Große Callcenter können sowohl das Inbound- als auch das Outbound-Geschäft abdecken. Inbound heißt dabei, hier kommen die Anrufe rein, Outbound dagegen bedeutet, dass der Callcenter Agent raus telefoniert. Callcenter haben meist Auftraggeber, die ihre Kundenakquise oder ihren Kundenservice an die Callcenter ausgelagert haben.
Der Arbeitsplatz des Callcenter Agent hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Sind es früher herkömmliche Telefonapparate gewesen, mit denen die Mitarbeiter telefoniert haben, sind es heute Computer, mit denen meist mittels Voice-Over-IP, dass Telefongeschäft und somit die Auftragsbearbeitung abgewickelt werden. Die Outbound Callcenter telefonieren für ihre Auftraggeber mit potenziellen Kunden. Es gibt Callcenter, die sich mit dem Verkauf von Waren- und Dienstleistungen beschäftigen, ebenso können die Auftraggeber Umfragen an die Callcenter in Auftrag geben.
Ein Callcenter kann unterschiedlich aufgebaut sein. In der Regel handelt es sich um ein Großraumbüro, in dem Schreibtisch an Schreibtisch gestellt ist. Es kann aber auch gut sein, dass jeder Callcenter Agent sowas wie eine kleine Telefonzelle um sich herum aufgebaut hat. Letzteres wird aus Schallschutzgründen gemacht.
Die Outbound Callcenter sind durch die Glücksspielbranche arg in Verruf gekommen. Immer wieder ist in der Presse von der Abzocke durch die sogenannten Lotto-Callcenter die Rede. Durch die teils illegalen Machenschaften einiger Callcenter, hat der Gesetzgeber den Markt der Telefonmarketinggesellschaften stark reglementiert. Leider sind in dem Zuge auch vorschriftsmäßig arbeitende Callcenter in Mitleidenschaft gezogen worden. Dies hat teilweise zur Schließung ganzer Callcenter geführt. Streng genommen ist diesen Callcentern von einigen schwarzen Schafen die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Für die Outbound Callcenter, die noch arbeiten, heißt das, dass sie bestimmte Auflagen der Behörden umsetzen müssen. So dürfen die Rufnummern der Telefonleitungen nicht mehr unterdrückt werden, sondern müssen für den Angerufenen sichtbar und nachvollziehbar sein. Erklärt ein Angerufener, dass er die Kontaktaufnahme nicht wünscht, so muss der Callcenter Agent diesen unverzüglich aus der Telefonliste streichen. Viele dieser Bestimmungen, die sicher dem Verbraucherschutz dienen, erschweren dem Outbound Callcenter die Arbeit erheblich.
Man weiß es meist selbst aus eigener Erfahrung, dass die Anrufe von Callcentern schon sehr lästig sein können. Denn wer will nach Feierabend noch mit unseriös scheinenden Anrufen belästigt werden. Durch einige unseriös arbeitende Callcenter, sind in der Meinung der Bevölkerung alle Callcenter vom Makel der unseriösen Arbeit betroffen. Auch wenn es viele Outbound Callcenter gibt, die durchaus seriös und gemäß den gesetzlichen Bestimmungen arbeiten. Denn schließlich darf man nicht außer Acht lassen, dass die Callcenter schließlich auch Arbeitsplätze schaffen und somit den steigenden Arbeitslosenzahlen entgegen wirken können.
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